AUSBILDUNGSZIELE

 

 

KURS 1
WELPENKURS

EINSTIEG GANZJÄHRIG MÖGLICH

 

 

 

Hier lernt der junge Hund mit Lob, Motivation und Futter auf spielerische Weise, was er für ein Leben in der Gesellschaft mit Menschen und im Umgang mit anderen Hunden können muss. Ziel ist es, die Bindung zwischen Hund und Mensch zu fördern, das Sozialverhalten zu erlernen und das Wesen des Hundes zu festigen.

 

In diesem Kurs werden aber nicht nur die Welpen ausgebildet, sondern auch der Hundebesitzer lernt den richtigen Umgang Hund mit seinem Hund und es wird der Grundstock für die weitere Erziehung des Hundes gelegt.

 

Auch das Spielen mit Artgenossen dient der Verbesserung des Sozialverhaltens.

Einen weiteren Ausbildungsschwerpunkt bildet die Bindung an den Hundeführer, denn der Welpe soll lernen, in jeder Situation auf das Heranrufen des Herrchens bzw. Frauchens zu reagieren.

Erste Grundgehorsamsübungen werden erlernt.

 

 

 

KURS 2

JUNGHUNDEKURS 
EINSTIEG GANZJÄHRIG MÖGLICH

 

 

  • Vertiefung der Grundgehorsamsübungen
  • Stärkung der Hund - Mensch Beziehung
  • Vorbereitung der Ausbildung zum Alltags- und Begleithund
  • Individuelles, dem Entwicklungsstand des Hundes angepasstes Training.
  • Spieleinheiten

Die Unterordnung (der Gehorsam) ist die Grundlage der gesamten Ausbildung eines Hundes. Sie ist die Grundlage der Ausbildung zum Begleithund und wird als Teil der Schutzhundeausbildung von der Stufe ÖPO-1 bis zur IPO-3 immer anspruchsvoller. Die Übungen variantenreich und voller Bewegung zu gestalten ist ein Muss, damit der Hund dauerhaft Freude an der Arbeit hat. Nur wenn alle seine Sinne gefordert sind und seine Interessen berücksichtigt werden, winkt am Ende der wohlverdiente Erfolg.

 

 

KURS 3

EINSTIEG GANZJÄHRIG MÖGLICH  
BH 
BGH 1
BGH 2
BGH 3 
 

 

In den Begleithundekursen (BH, BGH-1, BGH-2, BGH-3) lernt der Hund den für das Zusammenleben mit der Familie und der Umwelt notwendigen Gehorsam. Die Schulung basiert auf Motivation und Konsequenz

Die erste Stufe in der Prüfungsordnung ist die BH-Prüfung. Hier lernt der Hund die Grundbegriffe der Leinenführigkeit, Freifolge, Absitzen, Ablegen mit Herankommen und Ablegen unter Ablenkung sowie Verkehrssicherheit und Unbefangenheit gegenüber Umwelteinflüssen. Am Ende des Kurses gibt es eine Überprüfung durch einen Leistungsrichter. Die bestandene BH-Prüfung ist Voraussetzung für die Ablegung weiterer Prüfungen nach der ÖPO (Österreichische Prüfungsordnung) bzw. der Teilnahme an Turnieren.

Im BGH-1 Kurs lernt der Hund auch ohne Leine Fuß zu gehen, sich hundeführerorientiert an der Leine durch eine Menschengruppe zu bewegen, sich sowohl aus der Bewegung hinzulegen als auch hinzusetzen und unter Ablenkung liegen zu bleiben.

 

Im BGH-2 Kurs wird die Freifolge intensiviert, das Bringen eines Apportierholzes auf ebener Erde und das Voransenden des Hundes geübt.

 

Die BGH-3-Stufe ist die höchste Stufe der Begleithunde-Unterordnung, denn außer den weiteren Fertigkeiten wie Bringen über eine Schrägwand und Stehenbleiben aus dem Schritt, werden die verschiedenen Übungen bei der Prüfung in unterschiedlicher Reihenfolge verlangt. Der Hund wird bei der gesamten Prüfung in Freifolge geführt           


KURS 4
Rettungshunde

RH-Schnupperkurs
EINSTIEG JEDERZEIT MÖGLICH
 

 

KURS 5

RH-Fortgeschrittene

 

 

 

 

Grundsätzlich ist jeder Hund geeignet, egal ob Mischling oder Rasse. Er sollte über gute Charaktereigenschaften verfügen, verträglich, gehorsam und nicht schreckhaft sein. Auch muss er einen ausgezeichneten Geruchsinn haben.

 

Ein verträglicher Charakter ist wichtig, da er mit anderen Hunden gemeinsam im Einsatz ist. Er muss seine Arbeit tun und darf sich von nichts ablenken lassen. Auch Menschen gegenüber muss der Hund entsprechend sozialisiert sein. Wenn er die vermisste - eventuell auch verletzte - Person findet, darf er nicht aufdringlich werden. Ebenso leisten wir Öffentlichkeitsarbeiten und werden immer wieder zu Vorführungen gebeten - hier sollte eine perfekte Unterordnung gezeigt werden.


Dass ein Hund nicht schreckhaft sein darf, versteht sich von selbst. Wenn wir bei einer Trümmersuche neben dem suchenden Hund mit schwerem Gerät arbeiten müssen (z.B.: Presslufthammer), darf sich der Hund von seiner Tätigkeit nicht ablenken lassen. Dornen, dichtes Gestrüpp, Felsen oder ähnliches darf den Hund ebenso nicht scheuen wie Leitern, auf denen er mitunter Hindernisse überwinden muss, um zu seinem Suchgebiet zu gelangen.

 

Je besser der Hund sich von seinem Wesen her eignet, desto einfacher wird die Ausbildung. Natürlich ist es auch möglich einen Hund auszubilden, welcher nicht alle Anforderungen erfüllt, es erfordert jedoch mehr Geduld und Aufwand.


Die Ausbildung

 

Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert etwa 2 Jahre.

Unsere Hunde werden ausschließlich über positive Motivation ausgebildet, das heißt, ihr Spiel- oder Futtertrieb wird genutzt, um ihnen das Anzeigen von vermissten Personen beizubringen.

 

Zusätzlich zum Suchen lernen die Hunde auch Hindernisse wie Leitern und Wassergräben, die sie bei der Suche behindern könnten, geschickt zu bewältigen. Ein weiterer wichtiger Faktor in unserer Hundeausbildung ist der Gehorsam, denn die Hunde müssen auch unter Ablenkung (Wild, andere Hunde, viele fremde Menschen etc.) dem Hundeführer gehorchen.

 

Außerdem lernen die Hunde Stresssituationen gut zu bewältigen: Geübt wird nicht nur das Begehen von unbekannten Material und das Überwinden von Hindernissen, sondern auch das Fliegen im Hubschrauber und das Fahren in Motorbooten. All dies kann notwendig sein, um an den Einsatzort zu gelangen. Darüber hinaus werden die Hunde an unterschiedlichste Geräusche gewöhnt, denn auch bei Schüssen oder der Arbeit mit schwerem Gerät darf der Hund nicht ängstlich reagieren oder sich von seiner Aufgabe ablenken lassen.

 

 

Folgende Ausbildungsmöglichkeiten stehen dem Hundeführer/der Hundeführerin mit ihren Hunden zur Verfügung:

 

• Eignungsprüfung

 

Grundlegende Unterordnungsübungen, einige Geräte und eine kleine Suche

 

• Flächenprüfung: Stufe A und B

 

Eine Fläche bestimmter Größe muss nach mind. 2 Personen abgesucht werden, verschiedene Geräte, Unterordnung

 

• Fährtenprüfung: Stufe A und B

 

Hier muss eine Fährte mit unterschiedlicher Länge und mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden abgesucht werden. Auch die Geräte und die Unterordnung werden geprüft.

 

• Trümmerprüfung: Stufe A und B

 

Hier werden verschiedene Personen in einem Trümmergelände gesucht, auch verschiedene Geräte und die Unterordnungsübungen müssen beherrscht werden.

 

• Lawinenprüfung: Stufe A und B

 

Unter der Schneedecke verschüttete Personen werden gesucht, Unterordnung, auch Arbeit mit dem Lawinenpieps (bei hoher Schwierigkeitsstufe) muss beherrscht werden.

 

• Wasserrettung: Stufe A und B 

 

Jede der Prüfungen besteht aus den drei Disziplinen Nasenarbeit, Unterordnung und Gewandtheit.

Die verschiedenen Stufen in den Prüfungsarten geben den jeweiligen Schwierigkeitsgrad an.